Profond Vorsorgeeinrichtung in Sachen UBS

Inhaltsübersicht


Artikel aus den Medien zum Fall UBS und den Forderungen von Profond

Profond hat mittlerweile ihre 2,3 Mio Aktien verkauft, weil das Vertrauen in die neu gewählte Führung fehlt.


Medienmitteilung Profond Vorsorgeeinrichtung in Sachen UBS

B+B Vorsorge AG: Thalwil, 17. Januar 2008

Profond steht zu UBS und wehrt sich für ihre Aktionärsrechte

Als besorgter Aktionär ist die Profond Vorsorgeeinrichtung sehr daran interessiert, dass die UBS bald wieder aus dem bilanziellen Formtief herausfindet. Diese will ihr Aktienkapital um 13 Mrd Franken erhöhen. Als Altaktionär liegt der Profond daran, dass sie vollumfänglich an dieser geplanten Kapitalerhöhung partizipieren kann, nachdem sie bis heute auch alle Risiken mitgetragen hat.

Bis Ende Januar soll die Agenda der a.o. Generalversammlung vom 27.2.2008 veröffentlicht werden. Die Profond hat dazu ein Traktandierungsbegehren gestellt und beantragt, dass das Aktienkapital der UBS AG mittels ordentlicher Kapitalerhöhung durch die Ausgabe von voll zu liberierenden Namenaktien soweit erhöht wird, dass der Gesellschaft rund CHF 13 Milliarden zufliessen. Der Verwaltungsrat wird ermächtigt, den Bezugspreis für die neuen Aktien festzulegen. Sämtliche neu auszugebenden Aktien sollen den bisherigen Aktionären zum Bezug angeboten werden. Auf nicht ausgeübte Bezugsrechte entfallende Aktien werden am Markt veräussert. Die neuen Aktien sind den alten gleichgestellt und für das Geschäftsjahr 2008 dividendenberechtigt. Die Übertragbarkeit der neuen Aktien unterliegt den Bestimmungen der Statuten.

Wie die Profond und zahlreiche andere Altaktionäre ist offenbar auch die Government of Singapore Investment Corp. (GIC) von der Ertragskraft der UBS überzeugt. Da der aktuelle Aktienkurs der UBS das langfristige Potenzial der Bank nur unzureichend spiegelt, dürfte GIC ihr Versprechen über ein finanzielles Engagement von 11 Mrd. Franken wohl auch auf dem ordentlichen Weg am regulären Aktienmarkt einlösen. Damit werden alle Aktionäre der UBS AG gleich behandelt und die Gesellschaft trägt unter Wahrung von Treu und Glauben dazu bei, dass der gesamte Finanzplatz Schweiz keinen zusätzlichen Schaden nimmt.

Die Profond Vorsorgeeinrichtung ist eine Sammelstiftung für die berufliche Vorsorge von KMU. Ihr waren am 1.1.2008 rund 1'650 Betriebe mit 25'000 Versicherten angeschlossen. Sie hält ein Vermögen von gut 2,5 Mrd. Franken, wovon knapp 50 Mio Franken in 1 Mio Aktien der UBS AG investiert sind. Profond ist an einer langfristig hohen Wertschöpfung orientiert. Sie hat seit ihrer Gründung im Jahr 1990 bis Ende 2006 eine durchschnittliche Performance von 7,1 % erwirtschaftet. Unabhängig von temporären Wirren und Turbulenzen an den Börsen und Finanzmärkten investiert sie die Vorsorgekapitalien in qualitativ gut geführte und zukunftsorientierte Unternehmen. Auch im abgelaufenen Jahr 2007 hat Profond mit dieser Strategie ein überdurchschnittliches Ergebnis von 3,8 % erzielt.

Profond Vorsorgeeinrichtung, Fon: +41 (0)58 589 89 81, E-Mail: info @ profond.ch top ↑


Profond schreibt an die UBS

Thalwil, 15. Januar 2008

UBS AG
Sekretariat des Verwaltungsrats
Herr Luzius Cameron
Bahnhofstrasse 45
8098 Zürich

Ausserordentliche Generalversammlung vom 27. Februar 2008

Sehr geehrter Herr Cameron

Als besorgter Aktionär sind wir sehr daran interessiert, dass die UBS bald wieder aus dem bilanziellen Formtief herausfindet. Als Altaktionär ist uns auch daran gelegen, dass wir vollumfänglich an der geplanten Kapitalerhöhung partizipieren können, schliesslich haben wir bis heute auch alle Risiken mitgetragen.

Da wir bis zum 10. Januar 2008 über keine detaillierten Angaben (das einzige von der UBS vorliegende Dokument war die Presseinformation vom 10. Dez. 2007) bezüglich des geplanten Vorgehens Ihrerseits verfügten, waren wir nicht in der Lage bis zum Einsendeschluss am 11. Januar 2008 ein ausformuliertes Traktandierungsbegehren zu stellen. Dies holen wir in Ergänzung unseres termingerecht gestellten Begehrens vom 10. Januar 2008 nun wie folgt nach:

Die Profond Vorsorgeeinrichtung beantragt, in einer ordentlichen Kapitalerhöhung das Aktienkapital der UBS AG um CHF 26'000'000 auf CHF 233'225'328.60 zu erhöhen durch Ausgabe von 260'000'000 voll zu liberierenden Namenaktien mit einem Nennwert von CHF 0.10. Die darauf zu leistende Einlage erfolgt in bar.

Der Verwaltungsrat wird ermächtigt, den Bezugspreis für die neuen Aktien festzulegen. Sämtliche neu auszugebenden Aktien werden den bisherigen Aktionären zum Bezug angeboten. Auf nicht ausgeübte Bezugsrechte entfallende Aktien werden am Markt veräussert. Die neuen Aktien sind den alten gleichgestellt und für das Geschäftsjahr 2008 dividendenberechtigt. Die Übertragbarkeit der neuen Aktien unterliegt den Bestimmungen der Statuten.

Die Anzahl neu auszugebender Aktien basieren auf der Annahme, dass der Gesellschaft rund CHF 13 Milliarden zufliessen – wie in den Terms der Notes vorgesehen. Für uns als Aktionär ist es nicht möglich zu berechnen, wie die genaue Anzahl Aktien lauten muss, damit die Ausgabe gegen ein (handelbares) Bezugsrecht möglich ist. Da die UBS Kunden in Sachen Kapitalerhöhung berät, sollte es für Sie ein Einfaches sein, die entsprechende Berechnung anzustellen.

Wir hoffen Ihnen mit obigen Angaben Klarheit über unser Begehren geschaffen zu haben.

Mit freundlichen Grüssen

Profond Vorsorgeeinrichtung
Herbert Brändli Christoph Strohm top ↑

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